Corona-Krise in Hersbruck – Update 5

Ehemaliges Haus der Landwirtschaft, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020

Beginnen möchte ich heute mit einem Bild, das mit der Corona-Krise rein gar nichts zu tun hat, aber den Zustand der Landwirtschaft in Deutschland symbolhaft sehr schön darstellt und das ich schon lange mal fotografieren wollte. Das ehemalige Haus der Landwirtschaft, das Hersbrucker Landwirtschaftsamt, das nun seit vielen Jahren leer steht und dessen Buchstaben so „malerisch“ langsam verloren gehen. Doch eigentlich wollte ich Coronabedingt die benachbarte Fackelmann Therme und Finanzamt zeigen. Diese Bilder der Leere und Veränderung folgen jetzt.

Parkplatz der Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Tennisplatz TC Hersbruck am Strudelbad, Mittwoch, 01.04.2020
Passanten an der Fackelmann Therme, Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020

Es verändert sich aber nicht nur der Abstand der Passanten, die sich zufällig begegnen in dieser Zeit, auch Ämter sind einfach geschlossen. Im Finanzamt an der Amberger Straße kann man nur noch anrufen oder natürlich wie schon lange ELSTER nutzen. Das Servicezentrum bleibt derzeit ohne Service, also zumindest persönlichen Service.

Finanzamt Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020
Finanzamt Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020

Auch der Mehrgenerationen-Spielplatz und der gegenüberliegende Skaterplatz am Chotischauer Weg sind gesperrt.

Spielplatz am Chotischauer Weg; Hersbruck, Mittwoch, 01.04.2020

Am darauffolgenden Sonntag zeigt sich die Sehnsucht der Hersbrucker nach einem guten Sonntagsbraten. Die Lokale sind wie bekannt auf Grund der „Allgemeinverfügung“ geschlossen. Aber Abholung und Lieferung geht und das wird weidlich genutzt. So ganz ohne „Schäufele“ oder Karpfen kann man den Sonntag ja nicht verstreichen lassen. Die eigene Küche ist ja schliesslich in Home-Office oder Kurzarbeit schon die ganze Woche im Einsatz. Gleichzeitig zeigt es aber auch die Solidarität mit dem Gastwirt des Vertrauens, wenn auch diesmal mit „Henkelmann“, Topf oder Einkaufskorb. Die „Schlangen“ beim „Schwarzen Adler“ und „Café Bauer“ stehen selbstverständlich „auf Abstand“ – ist bei dem Traumwetter ja auch kein Problem. Und selbst das Eis für den Nachtisch kann man sich „mit Abstand“ in der Eis-Oase mitnehmen.

Der Sonntagsbraten zum Abholen, Gasthof Schwarzer Adler, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020
Gasthof Schwarzer Adler, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020
Gasthof Schwarzer Adler, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020
Der Sonntagsbraten zum Abholen, Restaurant Café Bauer, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020
Restaurant Café Bauer, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020
Eis-Oase, Hersbruck, Sonntag, 05.04.2020

Ach, und enden möchte ich heute auch ohne „Corona“. Mit einem positiven Bild, oder besser zwei Bildern, weil die Blüte der Kühchenschellen gerade gar so schön ist. Ich musste letzte Woche einfach mal wieder auf einen Hutanger nach all den leeren Stadt-Bildern.

Kühchenschellen
Kühchenschellen

Mein Engelthaler Tante Emma Laden in „Mahlzeit, Deutschland“

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Gestern kam mein Belegexemplar von „Mahlzeit, Deutschland“, dem zweiten Buchprojekt der Fotografenvereinigung FreeLens in Zusammenarbeit mit dem dpunkt Verlag. Schön ist es geworden und tatsächlich hat meine Geschichte über Emma Schunk in Engelthal Einzug gefunden. Zwei schöne Doppelseiten setzen dem Laden ein Denkmal.

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Das haben die Schunks-Damen auch verdient. Seit 1954 steht Emma Schunk schon im Laden, also im nächsten Jahr sind das 60 Jahre. Eine Leistung. Seit ein paar Jahren wird die Mutter von Tochter Lisbeth unterstützt. Auch keine Selbstverständlichkeit in unserer Zeit.Aber so bleibt die Nahversorgung auf dem Dorf gesichert. Hoffentlich noch lange. Hingehen, anschauen, einkaufen!

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Das Buch gibt es direkt beim Verlag zu bestellen und vielleicht auch bald bei Martin Lösch.

187 Fotografinnen und Fotografen der Fotografenvereinigung FreeLens e.V. haben sich umgeschaut in Küchen, Schlachthöfen, Läden, auf Äckern, an Imbissbuden, bei Empfängen, in Kindergärten, Gasthöfen, Kellern, Gärten, bei Festen, auf Weinbergen und und und. Auf über 440 Seiten wurde ein Sprektrum der Deutschen Essgewohnheiten abgebildet. Nach „Ein Tag Deutschland“ im Mai 2010 schon das zweite Buchprojekt von FreeLens um die Vielfalt des Deutschen Bildjournalismus zu zeigen.

Und hier noch einige Bilder aus meiner Serie:

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Heimat aufm Teller und 10 Köche auf der Wiese

Heute Abend ist das 10-Köche-Menü zur Feier des 10-Jährigen Jubläums von Heimat aufm Teller und ich kann leider nicht dabei sein. Schade! Ich wünsche allen Beteiligten guten Appetit und großes Vergnügen. Das Gruppen-Foto dazu entstand im August letzten Jahres. Es war zwar der letzte Job vor dem Herzinfarkt – hatte aber definitiv nichts damit zu tun, dazu hat es zu viel Spaß gemacht, die Köche laufen zu lassen. Die restliche Broschüre durfte dann leider jemand anders fotografieren.

Zehn Köche von Heimat aufm Teller
Zehn Köche von Heimat aufm Teller