Hinterwälder Rinder auf dem Hutanger Altensittenbach, Hersbruck, Nürnberger Land, Mai 2021
Kühe mag ich. Schrieb ich ja gestern schon. Viel lieber als gestern die hornlosen in den Ställen sind mir aber die „authentischen“. So wie die „Hinterwälder“ von Landwirt Marc Wild, die am Altensittenbacher Anger stehen, bzw. wie hier am frühen Morgen, liegen, wenn die Reste des Morgennebels sich noch im frühlingshaften Mischwald des großen Hansgörgels verfangen. Auf dem Hutanger in Altensittenbach stehen uralte Bäume. Eine 700 Jahre alte Eiche ist leider vor ein paar Jahren mit Altersschwäche umgefallen, doch auch die jüngeren Verwandten sind ein Traum. Und 35 verschiedene Apfelsorten wurden vor einiger Zeit dort ebenfalls kartiert. Natur pur also, und das gleich am Stadtrand von Hersbruck.
Hutanger Altensittenbach am Hansgörgel, Mai 2021Hutanger Altensittenbach am Hansgörgel, Mai 2021
Seit dieser Woche ist sie auf dem Markt – die neue Hersbrucker Bio-Apfelsaftschorle POM 200. 200 weil im Obstsortengarten der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. inzwischen über 200 verschiedene Sorten Äpfel wachsen. Vor zwei Wochen durfte ich im Auftrag unseres Landkreises, der das Projekt unterstützt hat, die Bilder für die Markteinführung machen. Natur ist ja seit vielen Jahren eines meiner Themen. Und Streuobst ist sowohl für die Fränkische als auch für die Schwäbische Alb typisch. Bei uns vor allem in Form der Obstanger. Also quasi mein Spezialgebiet.
Das Werbe- und Informationsblatt der fränkischen Biomarktkette ebl hat in der aktuellen Ausgabe die Titelgeschichte daraus gemacht (s.o.).
Die trübe Schorle gibt es in den ebl-Märkten und in den Bio-Märkten von Hersbruck, Lauf und Eckental, dort gibt es auch noch eine zweite Sorte mit Bergamotte – sehr lecker! Die Streuobstinitiative hat zum Saft auch eine eigene Webseite gestalten lassen: http://www.pom200.de
Mit Johanna und Alexander haben sich auch zwei Mitglieder der Streuobstinitiative als Models zur Verfügung gestellt – Danke euch dafür.
Am besten ist es übrigens, sich selbst einmal ein Bild des Obstsortengartens zu machen. Zu jeder Jahreszeit ein Vergnügen, wenn Bäume und Wiesen blühen natürlich ganz besonders.
Als der Schnee ging, lockte mich die Sonne auf die Albhochfläche bei Deckersberg, Dort, zwischen Deckersberg und Prosberg lässt es sich vortrefflich in der Sonne wandern. Am Sonntag locken auch die Bratwürste im Gasthaus Zur Schönen Aussicht in Prosberg, Leider ist auch das ein Gasthaus, dass eigentlich geschlossen hat. Aber am Sonntag gibt es wenigstens Bratwürste, und noch dazu köstliche. Wenn man dann ein wenig querfeldein Richtung Breitenbrunn läuft, bekommt man zwar nasse Füße bei der Schneeschmelze, aber dafür auch schöne Ausblicke. Wie der Name der Wirtschaft schon sagt. Ein schöner Sonntagmittagsspaziergang auf der Fränkischen Alb.
Bei Deckersberg
Bei Deckersberg
Obstbaum bei Prosberg
Bei Prosberg
Bei Prosberg
Prosberg mit Blick auf Hohenstein und Fernsehturm Spiess
‚Ortsverbindungsstrasse‘ zwischen Prosberg und Breitenbrunn
Im Wald zwischen Prosberg, Breitenbrunn und Vorderhaslach
Im Wald zwischen Prosberg, Breitenbrunn und Vorderhaslach
Im Wald zwischen Prosberg, Breitenbrunn und Vorderhaslach
Am 26. Januar wurde die Wanderausstellung „In den Mäandern der Schönheit – nei meandri della bellezza“ 13×18 cm im Hirtenmuseum eröffnet. Der Einfachheit halber zitiere ich hier den Einladungstext:
„Eine europäische Wanderausstellung, die ihren Ursprung in Ferrara, Italien hat, macht erstmalig Station in Deutschland und ist vom 27. Januar bis 30. April 2017 zu sehen im Deutschen Hirtenmuseum Hersbruck.
Gerne und immer wieder bewegen sich Künstler beherzt und weitschweifend in den Mäandern der Schönheit. Erleben quasi in Ihrem Tun „Erosion“ auf der einen Seite und „Sedimentation“ auf der anderen, oder lösen diese Bewegung in irgendeiner Form bei den Betrachtern ihrer Arbeiten aus. So fließen Übertragungen mal mehr, mal weniger sich windend weiter.
In der griechischen Antike steht die Abbildung des Mäander für die Erlangung der Ewigkeit. Es ist eine Anspielung auf den uralten und zugleich ewig jungen Gott Eros und damit auf die sich ewig erneuernde Energie des Kosmos. Ein alterndes Wesen setzt ein junges Wesen an seine Stelle und erlangt so Unsterblichkeit. Das ältere Wesen rollt sich zusammen, während sich ein junges entfaltet – der Zyklus des Lebens.
Die für sich faszinierenden Blicke, Einblicke oder Ausblicke in dieser Ausstellung sind mit vielfältigen künstlerischen Mitteln festgehalten, jedoch reduziert auf das Format 13 x 18 cm. “
Zu sehen sind über 250 Arbeiten von fast ebenso vielen Künstlern. Ich habe die Ehre und die Freude in dieser Ausstellung auch mit zwei Bildern vertreten zu sein. Ich habe mich für ein abstraktes und ein exaktes Foto entschieden:
Stausee Happurg
Albachtal, bei Alfeld
Die Vernissage im Hirtenmuseum war sehr gut besucht. Als Dokumentarfotograf meiner Heimat habe ich diese auch festgehalten. Eine kleine Galerie von Bildern hier in der Folge.
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Vernissage „In den Mäandern der Schönheit“ im Hirtenmuseum Hersbruck
Die Rinder des Naturschutzzentrums Wengleinpark e.V., die im Natuschutzgebiet des Molsberger Tales bei Förrenbach im Nürnberger Land zur Landschaftspflege eingesetzt werden, haben auch heuer wieder kräftig Nachwuchs bekommen. Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum kümmert sich täglich um die Mutterkuh-Herde, die auf verschiedenen Wiesen des Tales grasen darf und diese so von unerwünschtem Bewuchs freihält.
Auch nach vielen Jahren freut man sich als Fotograf über ein gelungenes gedrucktes Ergebnis seiner Arbeit. Im ganzen Jahr 2015 habe ich immer wieder mit großer Freude an einem Kalender für die Forstbetriebsgemeinschaft im Nürnberger Land gearbeitet. Dieser wurde dann Ende 2015 an alle Mitglieder verteilt. Unterwegs in meiner Heimat Franken, draußen in der Natur, dann geht es mir gut.
Der Titel – Herbstwald und Rifflerfelsen bei Alfalter im Pegnitztal
Der Januar – Holzeinschlag an der Strasse von Hohenstadt nach Kleinviehberg
Der Februar – Grenzstein am Jungfernsprung bei Deckersberg oberhalb Happurg und Kainsbach
Der März – Brennholzstapel bei Hegendorf – Pommelsbrunn,
Der April – Frassspuren eines Borkenkäfers in Rindenstücken
Der Mai – Naturwaldreservat Grenzweg, Bayerische Staatsforsten, Naturschutzgebiet Flechten-Kiefernwaelder südlich von Leinburg
Der Juni – Jungwald bei Gersberg – Leinburg
Der Juli – Buche, Fichte, Kiefer, die drei häufigsten Baumarten im Nürnberger Land hier auf der Mühlkoppe bei Pommelsbrunn, am Rande einer Blockschutthalde,
Der August – Rinder im Hutanger Wengleinpark, Beweidungsprojekt des Naturschutzzentrums Wengleinpark, Eschenbach
Der September – Das Hackschnitzel Heizwerk der Naturenergie Hersbruck
Der Oktober – Ein Harvester im steilen Gelände des Staatsforstes bei Engelthal
Der November – Motorsägenlehrgang der FBG in Hubmersberg, Pommelsbrunn
Der Dezember – Abfuhrbereites Stammholz im Schnee auf dem Deckersberg bei Hersbruck
Ergänzung – Team, Vorstand und Mitarbeiter der FBG, Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land
Rücktitel – Das Grüne Zentrum im Schlosspark Henfenfeld, Sitz der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, des Maschinenrings Nürnberger Land und des Naturschutzzentrums Wengleinpark
Ich habe heute den Traummorgen genutzt und bin zu einem Teil meiner Wurzeln gefahren. Eine meiner Urgroßmütter stammt aus Oberklausen im Hirschbachtal. Dort hat Adolf Hitler in den Jahren 1938 und 39 ein Modell des Deutschen Stadions von seinem Architekten Albert Speer bauen lassen. Die vorhandenen Betonfundamente wurden 2002 unter Denkmalschutz gestellt. Der Hang wurde damals wegen der Neigung und der Nähe zu Nürnberg gewählt. Vor ein paar Jahren wurde auch freigeschnitten und deshalb fühlt sich an diesem exemplarischen Trockenhang auch so manche Pflanze wie das Brand-Knabenkraut wohl. Ich habe mich heute auch dort wohlgefühlt.
Oberklausen, Hirschbachtal
Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata), Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata), Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Samenstand der Kühchenschelle, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Schrauben in den Betonfundamenten, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Betonfundamente, Stadionberg in Oberklausen, Hirschbachtal
Gestern war ich geschockt, als ich mal wieder den Frauenschuh-Bestand in der Nähe von Velden besucht habe. Da müssen die doch im Winter mit dem Harvester durch den Wald sein. Eine breite Spur geht sogar mitten durch ein großes Frauenschuh-Feld. Sicher muss man den Wald auch ab und zu auslichten, damit es überhaupt weiter Orchideen gibt, aber so?
Frauenschuh
Wer war das? Warum sind solche Standorte nicht besonders geschützt? In den letzten Jahren gingen an dieser Stelle schmale Trampelpfade durch, damit die Naturfreunde sich daran erfreuen konnten. Und da macht man sich schon Gedanken, dass durch die vielen Menschen nicht zu viel Boden verdichtet wird. Jetzt hat ein Waldfahrzeug ganze Arbeit geleistet – mit etwa halben Meter breiten Reifen und mehreren Tonnen Gewicht.
Frauenschuh
Gott sei Dank ist der Bestand dort so groß, dass nicht alle vernichtet wurden. Warum arbeitet man in derart sensiblen Bereichen nicht mit kleinem Gerät? Und andernorts regen sich „Orchideenfreunde“ schon auf, weil wieder Kühe auf die Anger gestellt werden – sie könnten ja den Boden zu sehr verdichten.
Frauenschuh
Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus), einfach eine wunderschöne Art der heimischen Orchideen. An etwas anderer Stelle hatte ich sogar noch Glück und sah eine auf Beute lauernde, in dem Fall gelbe, kleine veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) an einer Blüte:
Frauenschuh mit Krabben-Spinne
Man beachte dabei auch das Detail der Augen in der Ausschnittvergrößerung.
Frauenschuh mit Krabben-Spinne
Und noch was schönes gab es gestern für mich: Die grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride), eine kleine, unscheinbare und bei uns sehr seltene heimische Orchidee, die heuer ganz wunderbar blüht:
Die Sonne scheint und ich habe Zeit – also endlich mal wieder in den Anger. Wenn auch das olfaktorische Erlebnis durch benachbarte Gülleausbringung etwas getrübt war, so war das optische doch umso schöner. Der Blick nach oben in einem meiner Lieblingsanger, dem Heuchlinger Anger bei Pommelsbrunn, ist noch frei.
Doch beim Blick nach unten zeigen sich die derzeitigen Kostbarkeiten: Die Kühchenschelle (ja, sie heisst so, das kommt nämlich von der kleinen Kuh nicht von der Küche) ist ebenso in der Blüte, wie das Buschwindröschen.
Leider an den meisten Stellen schon verblüht ist der Seidelbast, aber zu dessen Blüte hatte ich mal wieder anderes zu tun als schönes Wetter war. Nächstes Jahr dann wieder.